Angst?
Welpen sind putzig und knuffelig. Dennoch: Das Nachbarskind (10 Jahre, wenn ich mich nicht täusche) hat eine leichte Hundeangst.
In Kooperation mit der Mutter sprachen wir ab, daß M. gerne mal rüber kommen kann, wenn wir mit Rondra im Garten spielen. Immer nach dem Motto: Besser, Rondra ist noch so klein als wenn ein halber Zentner schwarzes Fell in Nachbars Garten in Wallung gerät.
Vorgestern war M. hier. Rondra war gerade von vorne bis hinten durchbespaßt und entsprechend friedlich — keine welpenmäßigen Zahntestaktionen oder ähnliches.
Wir erzählten M., wie Rondra von ihren Wurfgeschistern zu uns kam und erklärten, wie viel Welpen noch lernen müssen (zum Beispiel Beißhemmung: Woher soll der Hund wissen, daß man einen Stock feste beißen darf, einen Menschenfinger aber nicht?).
Wir brachten M. bei, Rondra einen Apfel zu zeigen und ihn dann zu werfen. M. freute sich diebisch, wenn Rondra “ihren” Apfel verfolgte und berichtete verschämt, daß sie bisher dachte, in der Hundeschule hockten Hunde an Tischen und lernten lesen und schreiben (ich kichere noch immer über diese Vorstellung, wenn ich das Wort “Hundeschule” tippe, hihi).
Rondra zeigte sich nicht nur von ihrer besten Seite, sondern von ihrer allerbesten: Das hundeängstliche Nachbarskind hätte jetzt auch gern einen Hund…
Ich werde das beobachten und mit der Mutter in Kontakt bleiben. Wenn sich der Wunsch hält, darf sie M. gern jedesmal dann rüberschicken, wenn Rondra ihre berühmten “5 Minuten” (der Fachmann spricht auch gern von “Welpenspinnen”) zelebriert…