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Rondra

Ein Labradorblog

20. Juli 2006

Begegnungen

Hundebegegnungen sind ja immer wieder etwas Spannendes. Bisher hat Rondra nur gute Erfahrungen gemacht.

Ihre erste Bekanntschaft waren die recht vorlauten Dackel vom Nachbarn, die sie durch den Zaun recht lautstark begrüßten. Die beiden sind wirklich nicht ohne, doch Rondra ist da recht angstfrei.

In einem tolldreisten Moment letzte Woche trieb sie es aber auf die Spitze: Schon einige Zeit vorher lief sie aufreizend nah am Zaun entlang. Während die Dackel laut ihr Revier verteidigten, fegte Rondra plötzlich mit Schwung bis auf einen Meter vor den Zaun und legte sich als Spielaufforderung hin.

Die Dackel wurden daraufhin richtig giftig. Rondra zog sich ein wenig zurück, blieb dabei aber noch immer in ihrer Spielhaltung (auf dem Bauch liegend, Hintern in die Höhe, schwanzwedelnd), was ziemlich blöde aussah. Dann bekam sie es doch mit der Angst zu tun und suchte Schutz zwischen meinen Beinen.

Da war für mich aber Ende: Sie wußte, was bei den Dackels auf sie zukommen würde, und in ihrer aufgekratzten Laune hatte sie es provoziert. Sich nun zwischen meinen Beinen zu verziehen und frech dazwischen hervorzukläffen, das geht gar nicht. Also ging ich zur Seite und ließ Rondra recht blöde guckend stehen, nach dem Motto: Wenn Du das Faß aufmachst, dann trink es auch alleine aus.

Seitdem haben die Dackels Ruhe vor meinem Mädchen…

Den Hunden, denen wir bisher beim Spazierengehen begegnet sind (allesamt größer als Rondra), tritt sie freundlich bis neugierig gegenüber. Gestern in der Welpengruppe (nur Labradore) balgte sie recht wild und war schon meist diejenige, die den ersten Schritt machte.

Alle anderen Begegnungen, sei es mit großen Fahrzeugen, lauten Geräuschen, fremden Menschen und was es sonst noch alles so gibt, meisterte Rondra bisher ganz prima. Gut, da gab es den einen Jogger, dem sie gerne hinterher wollte (”Wer es so eilig hat, der will bestimmt wo hin, wo es schön ist — da muß ich mit!”).

Natürlich gibt es Geräusche, bei denen sie erschrickt, wie etwa ein überlauter Sportauspuff beim Anfahren an der Ampel oder das Martinshorn am Fahrzeug, das direkt an ihr vorbei fuhr. Aber Schußfestigkeit hin oder her, ich finde, bei sowas darf sie erschrecken, und sie ist ja auch gleich wieder ruhig und gelassen, wenn man ihre Angst einfach ignoriert und stur mit dem weitermacht, was man gerade getan hat.

An fremde Menschen, die auf sie ruhig und beobachtend zugehen, geht sie langsam und vorsichtig heran. Das bringt uns immer ungläubige Blicke ein: “Was? Das ist doch ein Labrador, die sind doch immer so freundlich!”.

Da frag ich mich doch, welcher noch so freundliche Mensch auf etwas begeistert zurennen würde, das mehrfach größer als er selbst ist, die Hand nach ihm ausstreckt und ihn mit den Augen fixiert…

Wer sehen möchte, wie freundlich ein Labrador sein kann, darf sich gern auf den Boden werfen und laut “Rondraaaaaaaa — Feeeiiiine, Liiiieeebe, Kleeeeiiiine!” quietschen. Aber die Rechnung für die Reinigung der Klamotten übernehmen wir nicht *grins*.

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