ul

Rondra

Ein Labradorblog

8. Juli 2006

Der erste Tag — Die Ankunft

Gegen halb drei Uhr nachmittags waren wir beim Züchter. Rondra hat noch mit ihren Geschwistern getobt und mit den älteren Labradordamen gespielt, während wir noch ein wenig plauderten und den Papierkram abwickelten.

Bisher war nur eines ihrer Geschwister schon abgeholt worden, so daß den Züchtern der Abschied dank der noch fünf verbleibenden Welpen nicht ganz so schwer fiel. Wenn ich mir aber vorstelle, daß die Welpenkiste so nach und nach immer leerer wird… Ich bin da wirklich froh, nicht mit den Züchtern tauschen zu müssen!

Um halb fünf machten wir uns dann auf den Weg: Ein Pappkarton, ausgelegt mit einer Decke, war für die Kleine vorbereitet worden, aber dann habe ich sie letztendlich doch am Rücksitz auf den Arm genommen.

Ein wenig gewinselt hat sie auf der Fahrt, aber andererseits hat sie auch ganz interessiert aus dem Fenster gesehen. Mit Leckerlies beruhigen wollte ich Rondra während der Fahrt nicht: Zum einen befürchtete ich, sie würde sich übergeben müssen, und außerdem ist Rondra ja nicht so wirklich futterverrückt.

Zu Hause angekommen, drehten wir als erstes eine Runde im Garten, und sie hat tatsächlich gleich gepinkelt. Feines Mädchen!

Dann war es auch gleich Zeit für das erste Futter im neuen Heim. Einen Teil der Portion gab es nach einem Rundgang durch die Wohnung aus der Hand (”Hey, die Leute geben mir Futter — so schlecht können die nicht sein!”). Wir lockten sie damit zu ihrem Kennel, damit sie den gleich als etwas Positives ansieht. Den restlichen Anteil gab es teils aus dem Napf, der in der Küche seinen festen Platz hat, und teils bei einem weiteren Rundgang im Garten.

Wie schön ist doch der Folgetrieb der Welpen: Ganz ohne Leine ist Rondra bisher noch überall da, wo wir sind, und man muß höllisch aufpassen, beim Laufen nicht über die Kleine zu stolpern.

Im Garten lernte sie auch gleich einen unserer Rollenspieler kennen, der zufällig vorbeikam. Und die Nachbarsdackel: Obwohl die einen fürchterlichen Lärm machten, legte sich Rondra gleich mit Spielaufforderung schwanzwedelnd auf den Boden. Wahrscheinlich dachte sie sich: “Die sind zwar anders als mein altes Rudel, aber immerhin Hund und besser als nix!”

Wir beließen es an dem Tag bei der Begegnung über den Zaun hinweg, alles andere kommt später. War ja aufregend genug bisher für die Kleine!

Dann gab es noch ein Stück trockene Rinderhaut im Garten und eine Sonderlektion in der Disziplin “Ich bettle nicht, wenn meine Menschen essen”. Als es dann zu regnen anfing, war sie auch schon hundemüde, und es ging wieder nach drinnen, um sich im Wohnzimmer den besten Liegeplatz auszusuchen. Der steht noch nicht so ganz fest: “Beute” wie ein Handfeger und eine leere Küchentuchrolle landen im Kennel; Mit dem Kopf unter dem Sofa und den Beinen am Sofafuß ist fein, aber der kleine Spalt zwischen Lesesessel und zugehörigem Hocker ist auch nicht zu verachten…

Diesen Artikel kommentieren