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Rondra

Ein Labradorblog

31. Dezember 2006

Der (fast) ruhige Gesellschaftshund

Am ersten Feiertag mußten wir Rondra abends allein bei meinen Eltern lassen, weil wir mit Freunden in unserer recht überfüllten Stammkneipe Geschenke austauschen wollten. Davor hatte ich etwas Bammel (also vorm Hund-Alleinlassen, nicht vorm Geschenkeaustauschen *lach*), und ich hatte meine Eltern mit meiner Händiehnummer versorgt und sie instruiert, sofort anzurufen, wenn etwas sein sollte.

Als wir gegen Mitternacht zurückkamen, war Rondras Freude groß, und meine Eltern recht gelassen: Rondra habe zwar immer wieder zur Tür geschaut und kaum richtig fest geschlafen, aber sie hat nicht gejammert. Ihre Liegeposition hat sie allerdings unmerklich immer weiter zur Tür hin verlagert, da ihr klar war, daß wir aus dieser Richtung kommen würden…

An den beiden Feiertagen besuchten wir Verwandtschaft bzw. bekamen Verwandtschaftsbesuch. Bei jedem weiteren Besuch konnte man merken, daß Rondra gelassener damit umgeht, plötzlich in fremder Umgebung inmitten fremder Menschen zu stehen.

Sicher, sie wedelt immer noch wie verrückt mit dem Schwanz und freut sich wie bekloppt. Aber auch das Anspringen hielt sich in Grenzen.

Etwas irritiert war ich, als Rondra zwei Personen angebellt hat, nämlich meinen Opa und den Herrn T. Nicht aggressiv angebellt, sondern angewufft. Dabei hat sie aber mit dem Schwanz gewedelt und sich gefreut.

Insgesamt war Rondra in der fremden Umgebung für ihre Verhältnisse sehr ruhig: Oft ließ sie sich auf den Boden plumpsen, wo sie gerade stand und warf den Kopf mit einem dramatischen Schnauben auf die Vorderpfoten. Dort lag sie dann, und beobachtete ihre Umgebung. Ich interpretierte das als verzweifeltes “Nimmt die ganze Aufregung hier denn gar kein Ende mehr?”.

Auch morgens war der Hund als Wecker nicht zu gebrauchen, sondern pennte bis 9 oder 10 Uhr. Nach dem Frühstück und dem morgendlichen Gassigang ließ sie sich auch gleich wieder ins Körbchen fallen, mit ihrem klassischen dramatischen Seufzer.

Sicher, es waren viele neue Eindrücke und Erlebnisse, die auf den kleinen schwarzen Hund einströmten, und irgendwann darf so ein Hund ja auch mal müde sein. Dennoch kam mir das Verhalten gar nicht rondrianisch vor.

Am ersten Tag nach den Feiertagen jedoch zeigte sich der Grund für Rondras ungewohntes Gebahren.

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