ul5

Rondra

Ein Labradorblog

19. November 2006

Der Hund und das Fleisch — Teil II

Rondra muß etwa 3-4 Monate alt gewesen sein, als wir die ersten Erfahrungen mit Hühnchen und Co. gemacht hatten. Der Sack Welpenfutter würde auch nicht mehr ewig reichen. So machte ich mir meine Gedanken, wie es weitergehen sollte und las mich im Internet schlauer.

BARF sollte es also sein. BARF hat verschiedene Übersetzungen: Bones And Raw Food oder Biologische Artgerechte RohFütterung sind zwei davon.

Für mich klingt das Konzept einfach schlüssig: Warum sollte Trockenfutter aufwendig (häckseln, mischen, trocknen, pressen, verpacken) aus Fleisch (und ich hoffe, es ist Fleisch!) und diversen anderen Sachen (was auch immer das alles sein mag) hergestellt werden, wenn ich das Fleisch auch direkt füttern kann?

Es scheint mir näher an der ursprünglichen Ernährungsweise eines jagenden Tieres zu sein, das Fleisch gleich roh zu füttern. Einige “Testballons” mit dem Tiefkühlfleisch, welches man bei Fressnapf und Co. kaufen kann, hatte Rondra mit Wonne vertilgt, so daß mein Entschluß, vom Trockenfutter wegzugehen, immer mehr Formen annahm.

Dennoch blieben viele Fragen, zum Beispiel:

  • Gut und schön, einen ausgewachsenen Hund so ernähren zu wollen — Aber ein Welpe/ Junghund im Wachstum hat doch sicher ganz andere Anforderungen? Kann ich da mit versehentlicher Mangelernährung Fehler machen, die nicht mehr rückgängig zu machen sind?
  • Wie komme ich an das Fleisch? Jeden Tag Fleisch aus dem Supermarkt zu füttern, übersteigt mein Budget definitiv!
  • Was ist mit dem ganzen Drumherum wie Gemüse, Kräuter, Öle, Zusätze? Was muß Rondra haben, was darf sie auf keinen Fall?
  • Was kostet mich das eigentlich alles?

Was BARF genau ist, erklären viele Internetseiten viel besser als ich, von denen ich hier nur einige nenne. Dort konnten auch viele meiner Fragen beantwortet werden:
Raw Meaty Bones (tw. in Deutsch)
DreiHundeNacht
Der grüne Hund
und nicht zuletzt das Forum von Gesunde Hunde.

Richtig sicher darin, daß ich Rondra barfen möchte, wurde ich aber erst nach der Lektüre des Buches Natural Dog Food von Susanne Reinerth. Dort fand ich alles, was ich als komplett ahnungslose Möchtegern-Barferin wissen mußte, übersichtlich aufbereitet und verständlich beschrieben.

Mit so viel Infos gerüstet, traute ich mir auch den nächsten Schritt zu: Keine sporadischen durch Fleischmenüs ersetzte Trockenfuttermahlzeiten, sondern regelmäßig BARF.

Dazu mehr im nächsten Teil.

Diesen Artikel kommentieren