Der Hund zu Besuch — Erste Eindrücke
Und wie war sie nun, die erste Reise mit dem kleinen schwarzen Hund?
Da wir noch mittendrin stecken (wir werden am 1. Januar zurückfahren), kann ich erstmal nur einen Zwischenbericht abgeben. Aber auch der wird lang genug, denn es ist viel passiert…
Am wenigsten Bammel hatte ich vor der Autofahrt. Rondra ist eine begnadete Mitfahrerin und pratzt sich, kaum das der Motor läuft, platt auf die Rücksitzbank. Sie nutzt die Zeit zum Schlafen, da sie genau weiß: Wenn wir angekommen sind, passiert was Spannendes, und dafür brauch ich meine Energie.
Nach zwei Gassistops, die Rondra aber nicht genutzt hat, sind wir nach knapp vier Stunden Fahrt bei meinen Eltern angekommen.
Mit meinen Eltern verstand Rondra sich prima, wenn Mama auch den sehr wuseligen Hund erst mal mit Skepsis und Respekt betrachtete. Sogar den Christbaum ließ Rondra nach einer neugierigen Inspektion in Ruhe — wenn man mal von Kolateralschäden wie mit dem Schwanz herabgewedelten Kugeln absieht…
Als schwierig erwiesen sich die Treppen im Haus meiner Eltern: Eine davon etwas steil und mit glattem Laminat belegt, wurde von Rondra zwar einmal erklommen. Doch das Gerutsche war ihr dann doch zu viel, und sie verweigerte danach die Treppe konsequent.
Ebenso verfuhr sie mit der gewundenen Treppe zu unserem Zimmer unterm Dach: Dort liegt zwar Teppich, der guten Halt gibt, doch die Treppe hat offene Stufen und ist recht steil.
Also schleppen wir seit einer Woche unser Hundetier tapfer treppauf und treppab…
Am Nachmittag des 24.12., also quasi an Heilignachmittag, durfte Rondra mit zu meinem Opa aufs Dorf fahren. Dort war es ziemlich aufregend, denn auch viele Leute der übrigen Verwandtschaft nutzten die freien Stunden vor dem großen Fest für einen Besuch bei Opa. Bis auf ihr übliches sehr quirliges Auftreten hat sich Rondra auch dort wunderbar betragen.
Als wir jedoch das Haus von Opa verließen, kam es zu einem kleinen Zwischenfall: Mein Opa hat eine Katze, die aber bei unserem Besuch draußen war. Wir öffneten die Türe zum Gehen, und da blickten sie sich direkt in die Augen: Die Katze, die rein- und der Hund, der rauswollte.
Die bereits hundeerfahrene Katze wußte, was zu tun war und sprintete direkt in den Schuppen. Meine kleine Spaßnase hing nach dieser Begegnung wie bekloppt in der Leine und kriegte sich erst auf der Heimfahrt wieder ein…