ul2

Rondra

Ein Labradorblog

1. November 2006

Der Labrador als Allwetterhund

So pflegeleicht Rondras Fell bei Sauwetter ist (einmal mit dem Handtuch abrubbeln oder wahlweise trocknen lassen und Dreck ausklopfen), so zickig ist Madame gegenüber kalter und nasser Witterung: Wenn wir sie bei Regen im Garten raus lassen, erledigt sie ihr Geschäft nur ein paar Meter von der gepflasterten Fläche entfernt im Gras. Und statt herumzuschnüffeln und noch eine Runde herumzutrödeln wie sie es sonst immer tut, parkt sie sich bei nasser Witterung nach der Entleerung schnurstraks wieder links von Herrchen oder Frauchen ein und guckt erwartungsvoll: “Geht’s endlich wieder ins Warme?”

Nachts verläßt sie inzwischen die Gesellschaft ihres Rudels zugunsten eines wärmeren Schlafplatzes. Ich meine, wir schlafen nicht im Kühlschrank oder so: Das Schlafzimmer ist zwar nicht geheizt, aber die Fenster sind nachts geschlossen, der Boden ist mit Teppich belegt, und Rondra hat eine dicke Decke an ihrem Platz liegen. Trotzdem verdrückt sie sich nachts immer ins Badezimmer — durch die Fußbodenheizung sind dort auch nachts die Fliesen noch leidlich warm.

Bei unserem heutigen großen Spaziergang haben wir ein geniales Wolkenloch abgepaßt und sogar noch ein paar Sonnenstrahlen abbekommen. Dafür erwischte uns auf dem Rückweg die volle Ladung: Regen und Sturm, mit Gegenwind.

Der arme Hund lief in seiner Verzweiflung ganz entgegen seiner Gewohnheiten einen Kilometer lang bei Fuß und blickte Frauchen fragend an. Als auch das nichts gegen das Elend half, fing Rondra sogar noch an, zu beschwichtigen.

Mein liebes Mädchen, auch wenn Dein Frauchen für Dich die mächtigste Person auf Erden ist — Am Wetter kann ich nichts ändern. Aber eines hoffe ich von Herzen: Daß es regnet, wenn ich mit Dir die Begleithundeprüfung ablege! *grinst fies*

Diesen Artikel kommentieren