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Rondra

Ein Labradorblog

12. April 2008

Der Tag davor…

Puh — morgen um diese Zeit wissen wir, ob wir die Begleithundeprüfung bestanden haben!

Wir hatten letzte Woche noch zwei Generalproben, die recht gut gelaufen sind (oh, ein schlechtes Omen!) und witzigerweise genau die gleiche Wertung hatten: Zweimal 69 Punkte von 80 möglichen, das wäre ein knappes “sehr gut” (ab 75 Punkten wird es “vorzüglich”) und ist satte 29 Punkte vom “durchgefallen” entfernt.

Zwei wichtige Dinge habe ich aus beiden Testläufen mitgenommen:

1. Ich muß in der Freifolge etwas zügiger gehen, denn das Tempo paßt besser zu Rondra und hält sie zumindest ein wenig davon ab, die Nase nach unten zu stecken. Wieder eine Umstellung für mich. Nicht, weil ich sonst so ein Schleicher wäre, sondern weil es die ganze Zeit hieß: “Dein Hund ist so hibbelig, du mußt Ruhe reinbringen und sie auf dich konzentrieren, statt sie mit Tempo noch zu pushen.”
Aber es stimmt — es geht besser so und sieht besser aus (so meinten wenigstens die Beobachter).

2. Ich sollte einen Schritt nach vorne gehen, wenn Rondra das Dummy bringt. Madame neigt ja dazu, mir das Dummy begeistert vor die Füße zu rotzen, und mit diesem Schritt nach vorne habe ich eventuell noch eine Chance, das Dummy vor dem Fall zu erreichen. Und wenn nicht, sieht es zumindest nicht ganz so blöde aus.

Trainiert haben wir seit dem Wochenende nichts mehr, sondern haben uns brav an die Anweisung gehalten. Bis auf Leinenführigkeit, aber das ist ja täglich Brot (und zwar ein hartes). Ansonsten gab es die ganze Woche nur Happy-Sunshine-Doggie mit ab und zu einer zünftigen Suche oder einem netten Apport.

Lediglich die Ernährung wurde etwas auf die Prüfung eingestellt. Seit ich nämlich in meinem Rohfütterbuch gelesen habe, daß Oregano und Salbei die Nerven bzw. die Konzentration und Aufmerksamkeit fördern, traktiert die böse bucklige Kräuterhexe das arme Tier mit einer Intensivkur.

Ob das was hilft, weiß ich nicht… Aber vermutlich wird der Hund die nächsten drei Jahre keine Halsschmerzen bekommen!

Um halb acht ist morgen Meldestart, und um acht geht es los. Sage und schreibe zwölf Hunde sind gemeldet, und ich hoffe, daß wir recht zügig durchkommen und das Wetter nicht ganz so katastrophal wird wie der Wettermann angedroht hat. Regenklamotten und Gummistiefel sind sowieso schon eingeplant, und sicherheitshalber nehme ich mir noch einen Satz Wechselklamotten mit, um wenigstens mich als Hundeführerin zufrieden zu stellen. Doch gegen Rondras zögerliches Ablegen bei nassem Untergrund kann ich nicht viel tun…

Egal — wird schon werden! Und wenn nicht, weiß ich trotzdem, daß ich bestes Hund von Welt habe! Erwähnte ich schon, daß ich sie vorgestern im Wald tadellos von einem Reh abgepfiffen bekam? Ich hab mich gefreut wie ein Schneekönig und hätte ihr in diesem Moment jede verpatzte Prüfung verziehen!

Ein Kommentar zu “Der Tag davor…”

  1. Nina Katz am 13. April 2008 um 07:13

    Na dann drücke ich mal alle Daumen die ich habe!
    Einschließlich der Katzenkrallen!


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