Ein Stock, ein Stock!
Schon vor einer Weile sind wir aus dem Urlaub zurückgekommen. Leider ist noch nicht mal der Reisebericht in meinem Weblog ganz fertig, so daß der hundelastigere Bericht hier auch noch etwas warten muß. Doch es liegen zentnerweise Bilder und Erlebnisse hier, die ich noch ins Netz prügeln werde, versprochen!
Allerdings wurden wir während unserer Abwesenheit mit einem virtuellen Stöckchen beworfen. Als apportierfreudiger Hund war Rondra sofort zur Stelle. Doch da Stöcke apportieren nicht ganz ungefährlich für Hunde ist (und weil der Hund auch sehr schlecht tippen kann), nehme ich mich des Teils mal an.
Und die Fragen sind ja sowieso an mich gerichtet… anne möchte nämlich wissen:
Was war dein erstes Haustier?
Ein Kanarienvogel, da war ich in Grundschulalter. Ein Kompromisstier, denn eigentlich wollte ich was mit Haaren. Nicht unbedingt einen Hund, denn die waren mit den Dackeln meines Opas bereits im Haus vertreten und damals nicht so interessant. (Hey, es waren Dackel…)
Etwas Nagermäßiges hatte ich mir gewünscht, Meerschweine am liebsten. Muttern gruselte aber davor. Die Meerschweine hatte ich mir dann angeschafft, als ich 18 war und Muttern nichts mehr zu melden hatte *grins*.
Der Kanari war kein Herzenstier, wurde aber brav versorgt. Und ich quälte mich mit Zweifeln, als er krank wurde und schließlich starb: Ob ich denn wirklich alles richtig gemacht hatte in der Pflege? War er im kleinen Käfig gut aufgehoben gewesen? Durfte ich überhaupt Tiere so halten?
Ich schätze, ich war ein Lisa-Simpson-Kind. Und es würde mich nicht wundern, wenn der Kanari daran schuld war, daß ich mit 15 schließlich Vegetarierin wurde.
Welche Tierart ist dir die liebste und warum?
Tut mir leid, daß ich hier keine großen Überraschungen parat habe: Natürlich sind es Hunde!
Wie ich aber den Bogen vom Kanarienvogel über Aquaristik zum Hund geschafft habe, weiß ich nicht mehr so genau. Ein sehr hundefreundlicher Arbeitgeber und die damit verbundene große Hundedichte in meiner Umgebung dürfte nicht ganz unschuldig daran sein.
Angefangen hat der Wunsch als kleiner Gedanke (”Wenn ich später mal [Zeit/ Platz] habe, dann, könnte man drüber nachdenken, ob nicht…”) und wurde mit der Zeit ein fieser kleiner Plagegeist (”Ich habe Zeit, ich habe Platz — welche Rasse, woher nehmen?”).
Nach knapp einem Jahr Hund kann ich sagen: Mein Leben ist anders geworden (weniger Zeit, mehr Action, mehr Schmutz), es gibt Einschränkungen, die mich aber nicht so sehr treffen (Reisen, Unternehmungen).
Aber was die kleine schwarze Dame ins Haus gebracht hat, will ich nicht mehr missen. Es reicht ein Blick aus den braunen Augen, ein neckisches Geschleuder eines Spielzeugs, ein Anstippsen mit dem großen schwarzen Kopf — und alles, was einen momentan nervt und ärgert, ist weg.
Warum habe ich Dummkopf nur 30 Jahre meines Lebens ohne Hund verbracht?!
Wie viele Tiere hast du? Welche?
“Wie viele” ist eine blöde Frage, da hier auch noch ein Aquarium rumsteht, bei dem eine Volkszählung nicht sehr einfach ist. Aber von dem Tank abgesehen, der im Moment 15-20 Fische beherbergt, gibt es nur noch Rondra.
Wie viele blinde Passagiere sich hier im Haus noch aufhalten und welcher Spezies sie angehören, will ich gar nicht so genau wissen…
Warum betreibst du eine Internetseite über dein/e Tier/e?
Drei Gründe:
- Weil ich selbst viel gelernt habe über Berichte anderer Halter im Internet. Da möchte ich gern etwas zurückgeben. Und das Medium “Weblog” ist mir näher und vertrauter als Foren.
- Aus Foren habe ich zwei Dinge herausgelesen: Die Welpenzeit ist verdammt schnell vorbei (was man nicht glauben mag, wenn man seit gefühlten 300 Jahren nicht durchschläft und nachts frierend mit einem pinkelnden Hund draußen steht).
Und: Man übersieht Lernfortschritte schnell, weil man die Vergangenheit verklärt und einem die derzeitigen Fehler näher sind und größer erscheinen. Daher will ich Rondras Entwicklung für mich festhalten.
Mit Wut im Bauch (weil die Mistkröte mal wieder nicht auf den Pfiff gehört hat/ sich gewälzt hat/ nicht apportiert — aktuelles Drama bitte hier einsetzen) tut es gut, zu lesen, daß es früher noch schlimmer war und man doch vorankommt — auch, wenn es sich grade wie ein Rückschritt anfühlt. - Weil ich nicht hier geboren bin, sondern 450 Kilometer abseits meiner Geburtsstätte wohne, hat Rondra einige auswärtige Fans, die gern über ihre Schandtaten unterrichtet werden wollen. Am liebsten mit Bildern. (Und nun ist das schon wieder ein Eintrag ohne Bilder — weia, das gibt Haue!)
Das war’s…
Nun will so ein Stöckchen auch weitergeworfen werden. Ich kenne gar nicht so viele Nur-Tier-Blogger, und erst recht nicht viele, die hier lesen.
Aber auf jeden Fall würde ich mich auf die Antworten der Rudelführer von Porthos freuen. Und vom Chef der beiden weißen Geschwister.
Wer sich sonst noch berufen fühlt, Stöckchen aufzunehmen, darf das natürlich gern tun.
Oh, Stöckchen sind immer gut. Besonder für mich, dem “Chef der beiden weißen Geschwister”
Herzlichen Dank!
Gefangen. Was war dein erstes Haustier? …
Wo bleibt der Reisebericht???!!!