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Rondra

Ein Labradorblog

10. November 2006

“Frauchen von…” oder: Hundehalterbekanntschaften

Letzten Freitag hatten Rondra und ich eine sehr nette Spaziergangbekanntschaft gemacht. Ganz am Anfang unserer Runde begegneten wir einer Frau mit zwei Hündinnen, einem Retrievermix und einem Schapendoes.

Ich hatte mich sehr darüber gefreut, daß die Frau die Hunde nicht an der Leine spielen lassen wollte: Dieses Gezergel und Leinengetüddel ist furchtbar, und manche Hunde sind an der Leine aggressiv, auch wenn sie im Freilauf sehr verträglich sein mögen.

Wir beschlossen, mit etwas Abstand voneinander bis zu einer Stelle zu gehen, wo wir die Hunde frei laufen lassen konnten. So konnte ich mit Rondra noch das tun, wofür ich eigentlich unterwegs war: Leinenführigkeit mit Ablenkung trainieren.
Es störte auch nicht, daß ich mit Rondra teilweise sehr seltsam lief (Stehenbleiben, bis Rondra den Zug an der Leine lockert, Tempowechsel) — Wir konnten dennoch mit der Frau und den beiden Hündinnen gut laufen.

Im Freilauf war Rondra von der Schapendoeshündin (Amy) ganz angetan, und sie tobte, was die Knochen hergaben, während ich mit Amys Frauchen Hundeerfahrungen, Empfehlungen für Gassistrecken und Erziehungstipps austauschte.

Wir waren ziemlich auf einer Wellenlänge, und es machte Spaß, sich mit jemandem auszutauschen, der auch konsequent und hartnäckig seinem Hund etwas beibringt, anstatt die üblichen Märchen als Ausrede für das Verhalten des Hundes vorzutragen (”Die is ja noch jung, da kann die das noch gar nicht können.” oder “Bei der Rasse ist das eben drin, das bekommt man nicht wegerzogen.”).

Über das Thema “Alleinebleiben des Hundes” kamen wir darauf, daß ich Rondra ja mit zur Arbeit nehmen kann. Als ich sagte, wo ich arbeite, stellten wir fest, daß die Patentante der Frau auch bei meinem Arbeitgeber arbeitet — mit der hatte ich erst am Vormittag zu tun gehabt.

Doch der eigentliche Clou an dem ganzen Spaziergang war: Als wir uns nach einer Stunde trennten, fiel mir ein, daß ich zwar unheimlich viel über Amy erfahren habe — aber gar nicht weiß, wie das Frauchen heißt!

Was sind schon Namen — über das Wichtigste, nämlich die Hunde, hatten wir uns ja reichlich ausgetauscht *lach!*. Ich fühlte mich schwer an die Hundeschule erinnert: Dort kannten die Trainerinnen nur die Namen der Hunde, und sprachen die Halter immer mit “Herr/ Frau $Hundename” an.

Frau Rondra ist jedenfalls der Meinung: Die Runde mit Frau Amy war sehr nett!

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