Heute nur Positives — Ein Fazit — Teil I
Na, das mit den regelmäßigen Einträgen klappt hier ja prima *seufz*!
Ehrlich, es ist wie verhext: Kaum glaube ich, den Job und den Hund so unter einen Hut bekommen zu haben, daß auch noch etwas Zeit für das Rondra-Blog bleibt, kleckst irgendwas dazwischen. Mehrarbeit im Job, Aufträge im Nebengewerbe, private Extras oder gesundheitliche Turbulenzen wie die unvermeidliche Erkältung beim plötzlichen Herbsteinbruch sowie eine verspannte Entzündung (oder auch entzündete Verspannung) im Rücken.
Inzwischen sehe ich wieder etwas Land, aber eine chronologische Rückschau auf die vergangenen Wochen kann ich wohl knicken. Irgendeine Ordnung muß ich in den Wust an Sachen, die passiert sind, aber bringen. Daher habe ich mir für heute vorgenommen, über das zu schreiben, was schon gut läuft.
Stubenreinheit
Leute, mit dem Thema sind wir durch!
Und das eigentlich schon, seit Rondra 12 Wochen alt ist. Seit drei Wochen habe ich sogar die Pipirunde am Vormittag gestrichen, nachdem wir sie immer weiter herausgezögert haben. Nun geht der Hund morgens um 7 Uhr zum letzten Mal vor der Abfahrt zur Arbeit, und dann erst um Viertel nach 12 wieder.
Das sind über 5 Stunden, und ich finde das recht beachtlich für viereinhalb Monate (hihi, ich mußte mich in den letzten Wochen erst dran gewöhnen, das Alter meines Hundes in Monaten statt in Wochen anzugeben… Frollein wird erwachsen!).
Sicher klappt das nur deshalb, weil Rondra vormittags auf der Arbeit eigentlich “abgemeldet” ist und sich so wohl auch ihre Verdauung runterfährt — sie verpennt den Vormittag meist selbst dann, wenn ich im Büro bin.
Sie meldet sich auch außerhalb ihrer festen Zeiten zuverlässig, wenn sie muß. Und wenn sie dann quengelt, ist auch noch Spielraum von 5-10 Minuten, den man mit zu-Ende-Arbeiten, Jacke anziehen etc. verbringen kann.
Einen Rückschlag von vor drei Wochen will ich euch dennoch nicht verschweigen, weil er eigentlich ganz lustig war:
Wir hatten abends Besuch, und Rondra bekam zur normalen Zeit ihr Abendessen. Direkt danach oder wenigstens gleich eine halbe Stunde später gehen wir sonst immer mit ihr raus. An diesem Abend war Rondra aber gleich ins Schlafzimmer gegangen und pennte. Wahrscheinlich hatte sie die intensive Bespaßung durch den Besuch doch recht geschafft.
Nun wecke ich den Hund, der ja eigentlich stubenrein ist, nicht zum Pinkeln, nur, weil er sonst immer um diese Zeit muß — wird sich schon melden. Nach zwei Stunden kam auch prompt eine winselnde Rondra aus dem Schlafzimmer.
Eingedenk der mehrminütigen Karenzzeit speiste ich Rondra mit einem “Ja… Gleich!” ab, machte meinen Kram noch fertig, zog Schuhe an und setzte mich die Treppe. Dort klopfte ich mir auf den Oberschenkel, um Rondra zu zeigen, daß sie rauskommen soll, damit ich sie die Treppe runtertrage. Rondra saß direkt vor der Tür zur Treppe, guckte mich versonnen an und kam nicht.
Stattdessen senkte sie ihre Kiste und pinkelte aufs Parkett…
Das “Nein!”, welches man sonst in der Situation laut und streng rufen soll, wurde nicht ganz so imposant wie im Lehrbuch. Denn insgeheim stellte ich mir Rondra vor (die seit der Mahlzeit 2 Stunden lang eingehalten hatte), wie sie mir sagte: “Frauchen, ist doch eh schon dringend — Wenn ich jetzt noch über die Schwelle hopse, dann zerreißt es mich!”
Das war der letzte Vorfall dieser Art (*auf Holz klopft*), und ich denke, wir haben gute Chancen, daß es das auch bis zur Altersblasenschwäche gewesen ist (von krankheitsbedingten Vorfällen abgesehen).
Alleinebleiben / “Abgemeldetsein”
Auch das klappt inzwischen hervorragend, und auch hier gab es Rückschläge: Ich mußte in der Arbeit mit meinem Büro umziehen. Zwar hielt sich die Umzugshektik in Grenzen (ein halber Vormittag), doch trotz gewohntem Kennel gab es beim Alleinebleiben im neuen Büro wieder so manches Bellen und Winseln.
Es ist nicht so, daß ich wieder von Null hätte anfangen müssen — Aber man merkte schon, daß es Rondra irritierte, wenn ich sie in dieser neuen Umgebung alleine ließ. Aber da ich den besten Hund von Welt habe (und auch durch Bestechung mit extrem leckerem Kauspielzeug *g*), waren wir nach einer Woche wieder auf dem alten Stand.
Wenn ich nach nur kurzer Abwesenheit wieder komme, die Kenneltüre öffne und mich eine extrem verschlafene Rondra noch nicht mal begrüßt, sondern einfach liegen bleibt, habe ich manchmal sogar den Eindruck, sie wolle mir sagen: “Was willst du eigentlich schon wieder hier? Hat man hier denn nie seine Ruhe?”
Rondra weiß auch im normalen Alltag sehr gut, wann sie “abgemeldet” ist: Sie kann sehr gut auf ihrer Decke liegen, während im Raum etwas passiert und wuselt einem nicht ständig zwischen den Füßen herum. Daher gibt es auch keinen festen Platz, auf den ich Rondra schicke — sie stört ja nicht, aber sie will dabei sein. Ich kann sogar kochen, ohne daß sie dabei stört.
Gut, beim Essen wird es derzeit etwas problematisch, da Frollein gerade testet, ob sie mit Betteln weiterkommt. Aber ich wollte heute ja nur von den positiven Dingen schreiben *g*.
Schwieriger wird es auch, wenn Besuch kommt: Ich habe keinen Hund, er in der Ecke liegt und wartet, bis er aufgefordert wird. Allerdings weiß ich gar nicht, ob ich das überhaupt will…
Wir achten darauf, daß wir den Besuch begrüßen, bevor Rondra ihren Anteil Streicheleinheiten von den Gästen bekommt, und wir trainieren derzeit das Nicht-Anspringen von Besuch/ Fremden.
Wenn ich allerdings im Büro Azubis habe, mit denen ich arbeiten möchte, ist Rondra in der Box. Zum einen ist für sie die Reizschwelle “Unbekannter mit mir zusammen in kleinem Raum” einfach zu hoch. Vor allem aber kann ich nicht vernünftig mit Azubis arbeiten, die immerzu den kleinen süßen Hund bespaßen wollen *lach*.
[Teil II ist in Arbeit]