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Rondra

Ein Labradorblog

27. Januar 2008

Marley

Noch im alten Jahr war ich mit Rondra in der Fußgängerzone. Wir hatten diverse Kleinigkeiten zu erledigen, aber keine großen Aktionen wie Klamottenkauf oder ähnliches geplant, so daß Rondra mitkommen konnte. Fußgängerzone ist ja auch immer wieder ne nette Übung.

Dort trafen wir dann Joker, einen halbwüchsigen, ebenfalls schwarzen Labrador, den Rondra schon von den Aawiesen kennt. Die beiden durften ein wenig schnuffeln, wir plauschten mit Jokers Herrchen, und schließlich kam eine Frau auf uns zu.

Sie war ganz angetan von den Hunden und fragte, ob das Labradore seien. Wir bejahten, was die Frau zu noch größeren Entzückensbekundungen animierte:

“Oh, wie schön! Kennen Sie denn das Buch? Das Buch von dem Labrador? Das Buch von Marley?!”

“Das Buch von Marley” sprach sie in etwa so aus wie “Das Buch Mose”, so daß es schon fast sektoide Züge hatte und ich es ein wenig mit der Angst zu tun bekam.

Doch Jokers Besitzer bestätigte, das dies ein ganz tolles Buch sei und er es auch gelesen habe, ja, das es sogar einer der Gründe dafür sei, daß Joker seit einem halben Jahr bei ihnen ist.

Ich wurde neugierig und schenkte mir das Buch schließlich selbst zu Weihnachten.

Das Buch handelt von einem Paar, das Marley, einen Labradorwelpen zu sich holt und von den Irrungen und Wirrungen, die sie mit ihm erleben. Das Buch ist seeehr amerikanisch und mit viel Pathos. Es beschreibt ganz gut, was passiert, wenn man einen Familenhund möchte, sich aber aus Unwissenheit einen Arbeitshund anschafft (Marley scheint ein Labrador aus der Arbeitslinie zu sein, und hiervon noch ein ganz besonders temperamentvolles Exemplar).

Doch es erzählt auch, wir ein Hund mit vielen Macken zum geliebten Familienmitglied wird.

Und diese Geschichte ist verdammt gut geschrieben.

[Buchcover] Marley und ich - John Grogan

Ich habe Tränen gelacht, als Marley aus der Hundeschule geflogen ist. Als ich gelesen habe, wie Marley ein Filmset ins Chaos gestürzt hat, haben sich vermutlich viele Leute ernsthafte Sorgen um meinen Geisteszustand gemacht. Und Marleys letzter Weg hat mich eine halbe Packung Taschentücher gekostet.

Wer also nach einer Begründung sucht, warum man sich diese Monster auf vier Pfoten überhaupt antut, wer sich von etwas Zuckerguß nicht abschrecken läßt und ein Buch über Hunde sucht, das sowohl zu Herzen als auch aufs Zwerchfell geht, für den ist das Buch genau richtig.

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