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Rondra

Ein Labradorblog

28. Juni 2008

Rondra auf Bornholm — letzter Teil

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So, jetzt aber schnell noch den Reisebericht fertiggeschrieben! Schließlich arbeite ich nun schon eine ganze Woche wieder und bin fast schon wieder urlaubsreif.

…und unterwegs auf alten Burgen.

Sehr enttäuscht waren wir von unserem Besuch im Mittelaltercenter Bornholm: Bis auf ein paar nachgebaute Handwerkerhäuser, die zur Festung gehörten (welche zwar mit Palisaden umfriedet, aber sonst eigentlich nicht vorhanden war), gab es dort nicht viel zu sehen.
Immerhin konnte ich mal ein Kettenhemd anprobieren (schweeeer!), doch das Bogenschießen für die Besucher fiel leider wegen zu viel Wind aus. Gut, das ist höhere Gewalt, doch auch die Ausstellung über die Tempelritter auf Bornholm gab für uns auch nicht viel her, da sie ausschließlich auf dänisch untertitelt war.

Schade… Aus dem Thema hätte man viel mehr machen können, zum Beispiel das Handwerkerleben in den Hütten anschaulich werden lassen: Da gehören sich Dreschflegel geschwungen, Fischreusen geflickt, beim Gerber sollte es ordentlich stinken… Ihr seht, der Erlebnispädagoge wird aktiv!

Nun waren wir nur in der Nebensaison da, und es mag sein, daß in der Hauptsaison mit den Vorführungen, Märkten und Themenwochen deutlich mehr los ist. Verlangt wurde aber trotz Nebensaison der reguläre Eintrittspreis von umgerechnet stolzen 12 Euronen pro Erwachsenen. Durch einen Gutschein konnten wir die noch auf 9 Euro drücken, aber wert war es das auch nicht.

Wie Herrchen so treffend sagte: Da ist in den deutschen Freilichtmuseen für weniger Geld viel mehr geboten.

Doch nun Schluß mit der Nörgelei. Am Freitag besuchten wir nämlich die Burgruine Hammershus im Nordosten von Bornholm. Hammershus ist Europas größte Burgruine, liegt in wunderschöner Landschaft an der Küste und kann ganz ohne Eintrittsgeld besucht werden.

Burgruine Hammershus von der Ferne Ein Nebengebaeude der Burg Von der Spitze Bornholms kann man schon das nur 40 Kilometer entfernte Schweden sehen Blick von der Burg auf das Gelaende unterhalb davon Nun hat Rondra begriffen, dass unterhalb der Burg Schafe weiden ;-) Blick von der Burg nach unten Frisches Gruen auf alten Mauern Laeufige Huendin haelt Ausschau nach einem tapferen Ritter ;-) Blick auf die Reste der einst stattlichen Burg Rondra mit Kontrollblick

Auch nicht vorenthalten möchte ich euch die Bilder von unserem Vormittagsspaziergang an diesem Tag. Wir hatten die Fahrräder zurück zum Verleiher gebracht und mußten daher notgedrungen zu Fuß zurück zu unserem Haus. Der Weg führte direkt an der Küste entlang, und so entschieden wir uns für den Weg durch die Dünen und den direkt angrenzenden Wald.

Spannend war das Wetter an diesem Tag: Während wir sonst von Sonnenschein und Mildheit des Wetters ganz verwöhnt waren, zog sich an diesem Tag allmählich alles Dunkle um Bornholm herum zusammen. Doch es regnete erst, als wir an unserem Haus ankamen.

Weg zum Meer Skeptischer Blick auf den Himmel Vom der Witterung gepraegt Der bedeckte Himmel truegt: Es war warm! Ob wir es noch rechtzeitig nach Hause schaffen? Sandweg durch den Wald

Zurück nach Hause

Ganz früh am Samstag morgen (welcher Idiot setzt eigentlich die Abreisezeit für Urlauberfähren auf 7.30 Uhr fest?!) brachen wir zum Fährhafen auf. Die Fähre war bis auf den letzten Platz gefüllt, da es die letzte Fähre in der Nebensaison und damit auch die letzte zum günstigeren Tarif war. Dementsprechend eng ging es zu, und ich hatte schon Sorge, wie ich Wuseltrine in dem Gewimmel so unterbringen soll, daß sie niemandem im Weg ist und die anderen Passagiere nicht belästigt.

Meine Bedenken waren unbegründet: Wir teilten unsere Sechser-Sitzecke mit einer polnischen (?) Familie, bestehend aus Vater, Mutter, halbwüchsigem Sohn und der Großmutter. Rondra war dort hochwillkommen und wurde geknuddelt und gestreichelt, sobald sie sich nur von ihrem Platz rührte. Besonders die Großmutter war von ihr mächtig angetan: “Schääne Hund! Schääne, siiieeeße Hund!” freute sie sich, drückte Rondra und strahlte dabei über das ganze Gesicht.

Tja — mein Hund weiß eben, wie Völkerverständigung geht…

Der Rest der Fahrt war unspektakulär, so daß ich gleich zum letzten Teil des Reiseberichts kommen kann, dem Fazit. Doch da dies — ebenso wie der bisherige Text — etwas länger geraten ist, gibt es dafür noch einmal einen Extraeintrag.

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