Rondra auf Bornholm — Teil III
Wie Jan Ullrich ohne Doping
Wenn auch weit ud breit kein Bäcker in Sicht war, so konnten wir doch am Montag wenigstens zu Fuß bis zum Fahrradverleiher gelangen.
Was das Fahrradfahren angeht, muß ich zugeben, daß ich Rondra etwas überschätzt habe: Meiner kleinen Wuseltrine, die sonst stundenlang am Stück sinnfrei durch die Gegend hoppelt und dabei aus reiner Lebensfreude immer wieder Zwischensprints einlegt, war mit dem ausdauernden Laufen am Rad schlicht überfordert und kam meist schon bei Kilometer drei an ihre Grenzen. Daher nutzten wir die Räder nicht so häufig wie ich mir eigentlich erhofft hatte.
Dennoch mal eine ganz neue und aufregende Erfahrung für Rondra — vor allen Dingen, daß man sich auch tunlichst auf der Seite aufhalten sollte, die Frauchen und Herrchen anweisen, weil sonst dieses komische metallene Ding ganz schnell ganz nah kommt!
Durch wilde Wälder…
Ansonsten haben wir neben dem täglichen Gang an den Strand viele kleine und drei größere Ausflüge gemacht: Durch die Paradisbakkerne, durch Ronne und zur alten Festung Hammershus.
Im Waldgebiet Paradisbakkerne (”Paradieshügel”) im Inneren der Insel unternahmen wir am Dienstag eine kleine Wanderung. Für Rondra hieß es dort natürlich Leinenpflicht, doch sie war ja sowieso läufig und wäre nicht nur aus Gründen des Naturschutzes an der Leine geblieben.
Faszinierend auf dieser Tour war, daß wir durch zig verschiedene Landschaften kamen: Wald, Seen, steile Felshänge, kleine Moore, weite Heidefläche — das alles sahen wir auf einer Wanderung innerhalb von nur wenigen Stunden.
Schnelle Wechsel der Landschaft sind zwar ein Markenzeichen von Bornholm, doch diese Abwechslung erschien mir schon unwirklich, so daß ich mich beinahe auf einem künstlich angelegten Lehrpfad wähnte.
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