Spaziergänge
Boah, sind bei euch derzeit auch so viele Hasen unterwegs?
Ich genieße es ja, morgens wieder fast bei Licht mit Rondra laufen zu können. Blöd nur, daß zu der Zeit die Hasen auch auf den Feldern sind. (Natürlich sind die auch bei Dunkelheit auf dem Feld. Aber da sieht Rondra sie nicht. Bzw., selbst wenn Rondra sie sehen würde, könnte bei Dunkelheit niemand Rondra sehen, wie sie verbotenerweise über die Felder wetzt, hihi).
Neulich war es auf unserer Morgenrunde echt besch***: Ich gehe mit Rondra zu Feld 1 und freue mich, daß der Bauer seine Pferde noch nicht auf der Koppel stehen hat. Die sind für Rondra nämlich auch so interessant, daß man nicht mehr auf Frauchen hören, sondern quer übers Feld hechten und auf der Koppel zwischen Pferdehufen rumspringen muß.
Ich hatte beim Ableinen nicht gesehen, daß dort Pferde waren. Bei der Aktion war ich wirklich tausend Tode gestorben…
An diesem Morgen gab es keine Pferde. Dafür aber Hasen en masse auf Feld 1.
Och, dachte ich mir, macht ja nichts. Gehen wir ein paar Meter weiter zu Feld 2. Da springen zwar vielleicht auch Hasen, aber Feld 2 ist außer Sichtweite des Bauern.
Auf Feld 2 waren tatsächlich keine Hasen zu sehen.
Dafür aber drei Rehe.
Also den Hund an der Leine gelassen und umgedreht, damit Madame wenigstens im Garten noch etwas frei laufen kann.
Bescheuerter Morgen!
Umso besser sind die Touren auf der gleichen Strecke abends und am Wochenende untertags. Im kleinen Wäldchen fließt ein winziger Bach, und außerdem gibt es dort noch mächtig viel Sturmschaden, den Rondra ganz toll findet: Man kann Äste herumzerren, über Baumstämme laufen oder über sie drüberhechten und Frauchen vorwurfsvoll angucken, wenn sie so langsam hinterher kommt.
Auf diesem Bild sind wir grade auf dem Weg zum Wald, und Rondra guckt schon in die Richtung:
Ja, richtig beobachtet: Rondra hat auf diesem Bild einen nassen Bauch. Das kommt von einer weiteren ihrer Passionen: Feldgrabensprinten. Da springt sie mit Anlauf in den schnurgeraden Graben und wetzt da durch, daß die Schwarte kracht.
Das Beste kommt aber erst hinterher: Am Ende des Grabens springt sie auf der Feldseite raus, dreht einen ganz schnellen, engen Kreis, setzt elegant über den Graben auf die Seite des Weges — und reiht sich links von mir ein, als wäre nichts gewesen. Ich könnte mich jedesmal kringelig lachen darüber!
Im Wald konnte ich auch ein paar Bilder machen. Leider nur im Gegenlicht, um keine nassen Füße zu bekommen:
Dieser umgefallene Baum mit dem Tümpel davor ist echt ein Highlight und hat nach wie vor nichts von seinem Reiz verloren.
Tja, so ist das eben:
Für die einen ist es ein Sturmschaden — für die anderen der schönste Abenteuerspielplatz der Welt.