Über die Popularität des BARFens…
…und über das, was hinten rauskommt, will ich heute schreiben.
Ich weiß ja nicht, ob das an meiner selektiven Wahrnehmung durch mein gesteigertes Interesse an Rohfütterung liegt. Aber ich habe den Eindruck, es wird wieder mehr Mode, seinem Hund Fleisch zu füttern.
Aufgefallen ist mir das zuerst bei der zunehmenden Rinti-Werbung auch im Fernsehen für die 100%-Fleisch-Dosen. Gut, ich gebe zu: Das hat mit Rohfütterung wenig zu tun, schließlich ist das Dosenfleisch gut durchgegart.
Aber vermutlich noch immer um Längen besser als der Pedi****-, Fro*ic- und Cha**i-Müll, der sonst durchs Werbefernsehen turnt.
Ein niederländischer Hersteller scheint eine Art “Fertig-BARF” unter dem Namen Energique anzubieten. Es kommt gefroren und klein portioniert daher.
Die Inhaltsstoffe lesen sich (vom Getreide abgesehen) ganz gut, nur fehlen mir die genauen Mengen bei der Zusammensetzung. Außerdem stelle ich meinen Kram doch lieber selbst zusammen. So sehr ich auch schimpfe, wenn mal wieder ein frisch gelieferter Zentner Fleisch geschleppt, portioniert und verstaut werden will — irgendwie macht es inzwischen doch Spaß.
Neben vielen guten und richtigen Gründen, aus denen man sich für die Rohfütterung entscheiden kann, taucht bei Energique leider auch die dümmste Behauptung zum Thema BARF auf: Nur 10% des aufgenommenen Futters kämen dank der guten Verwertung hinten wieder raus.
Das ist ja nun wahrlich kein Kunststück, wenn die Futterquelle — wie bei Rohfütterung nun mal üblich — zu mehr als der Hälfte aus Wasser besteht!
Es stimmt allerdings: Was Rondra absondert, ist fest und nicht besonders viel. Laut Rechnung von Energique sollten es 100g täglich sein. Könnte in etwa hinkommen. Gewogen habe ich das aber noch nicht *lach*!
Rondras Hinterlassenschaften riechen auch nicht besonders übel. Es sei denn, sie hat im Wald mal wieder Kacke gefressen oder von mir etwas Seltsames bekommen. Wie neulich, mit diesen schrecklich künstlichen Leckerlies, die man uns geschenkt hat… Da konnte ich im Dunkeln zwar nicht sehen, ob sie ihr großes Geschäft gemacht hat — aber erst konnte ich es hören, und dann riechen!
Ich verstehe auch nicht, warum viele Hundehalter so ein Gewese um das Beseitigen der Hinterlassenschaften ihrer Tiere machen. Ich habe in jeder meiner Jacken einige kleingefaltete 3-Liter-Gefrierbeutel. Hand in die Tüte, rein ins Vergnügen, auf links drehen, zuknoten und fertig.
Und wem das noch zu eklig (oder zu langweilig) ist, für den bietet der Markt auch bald etwas: Das Dog Poo Spray. Stielchen in den Haufen stecken, das Ganze mit flüssigem Stickstoff besprühen, und dann den Haufen am Stiel zum nächsten Mülleimer bringen.
Scheiß am Stiel, quasi…
Warum es aber einfacher sein soll, eine Dose flüssigen Stickstoff mit sich herumzutragen statt nur ein paar kleingefalteter Plastiktütchen, das erschließt sich mir nicht wirklich.