Und die Liebe…?
Natürlich gibt es noch etliche Urlaubserlebnisse zu berichten. Die muß ich für mich erst mal sortieren. Aber eine Sache ist mir noch sehr gut in Erinnerung, da meine Mutter mich heute erst darauf angesprochen hat:
Am 30. Dezember hatten wir Rondra zum zweiten Mal bei meinen Eltern gelassen, da wir wieder in unserer Stammkneipe waren. Es war weniger los als gedacht, und eigentlich hätte ich Rondra mitnehmen können. Aber sie war sowieso recht müde, und “Alleinebleiben mit fast fremden Leuten” ist auch eine interessante Lektion für den kleinen schwarzen Hund.
Heute morgen fragte mich meine Mutter schließlich vorsichtig, wie wir das denn mit unserem Liebesleben machen würden. Wegen Rondra und so.
Ich entgegnete ein verständnisloses “Hä?”, und sie berichtete von dem Abend, den sie mit Rondra verbrachten:
Mama gedachte wohl zu später Stunde, auf dem Sofa etwas näher an Papa heranrücken zu können. Da sei wohl Rondra, die bis zu dem Zeitpunkt auf ihrer Decke pennte, angeflitzt gekommen und habe sich mit Wucht dazwischengeworfen.
“Die war da so wild… Da dachte ich, ich laß es besser. Wer weiß, was die da noch so macht!”
Muttern sah also unser Liebesleben in schwerer Gefahr. Schließlich kennt sie aus dem Kreis der Verwandtschaft die Geschichte einer (unerzogenen) Dackeldame, die schließlich sogar Herrchen aus dem Ehebett verkläfft und verzwickt hat.
Ich mußte erst mal schallend lachen. Doch, Frank und ich können sehr gut kuscheln, ohne daß der kleine schwarze Hund interveniert.
Allerdings gibt es bei uns die schöne Tradition des “Rudelkuschelns”: Wenn Frank oder Rondra und ich nach Hause kommen (je nachdem, wer als letztes von der Arbeit kommt), dann geben sich die Menschen zuerst einen Kuß (Rudelführer immer zuerst, hihi).
Gleich danach ist Rondra mit von der Partie und darf abschlabbern, wen sie möchte. Gern auch alle zusammen, und das nennt sich dann “Rudelkuscheln”. Wenn wir bei dieser Aktion beide ganz laut “Rudelkuscheln!” rufen, gerät Rondra völlig außer sich und freut sich wie Bolle.
Vermutlich dachte sich Rondra an diesem Abend mit meinen Eltern, es sei wieder Rudelkuschelzeit, und hat sich gefreut wie doof. Eine Rondra, die sich freut, kann sehr, öhm… hartnäckig sein, bis sie ihr Ziel erreicht. Und das hatten meine Eltern wohl so interpretiert, daß man sich in Gegenwart des kleinen schwarzen Hundes besser nicht näherkommt.
Nie im Leben hätte ich gedacht, daß sich ein gepflegtes Rudelkuscheln so auswirken kann, daß meine Familie sich solche Sorgen um unser Liebesleben macht *kicher*!