Welpenkiste — 4. Woche
Bei unserem gestrigen Besuch waren die Zwerge schon seit zwei Tagen im Freilauf im Garten: Ein ziemlich großes Stück im Schatten wurde eingezäunt und mit Hütten und Spielzeug bestückt:
Die Kleinen finden es grandios, schließlich gibt es so viel zu entdecken: Vogelgezwitscher, Froschgequake, unbekannte Untergründe…
Die Welpen sind nicht nur im eingezäunten Freilauf, sondern werden zeitweise einzeln besonderen Reizen ausgesetzt, um sie zu sozialisieren: Auf dem Steinboden der Terrasse laufen und über trockenes, raschelndes Laub, Plastikplanen und vieles anderes mehr.
Sie spielen mit klein aufgepusteten Luftballons, die natürlich irgendwann platzen. Damit werden sie daran gewöhnt, bei plötzlich auftauchenden lauten Geräuschen nicht kopflos zu flüchten — schließlich werden einige der Welpen später vielleicht in der Jagd eingesetzt.
Es ist toll, wie viel Zeit und Kreativität die Züchter einsetzen, um die Kleinen mit möglichst vielen Dinge vertraut zu machen. Und man merkt, daß viel mit den Welpen gearbeitet wird: Sie sind neugierig und unerschrocken und gehen unbefangen auf neue Situationen zu. Sie reagieren auch schon auf Zuruf und Locken mit Spielzeug.
Unbekannte Menschen sind fast noch interessanter als Kuscheln und Toben mit den Wurfgeschwistern:
Ja, ich hab es nicht so ganz koordiniert bekommen, die Welpenattacke zu managen und gleichzeitig noch in die Kamera zu gucken. Muß auch nicht, schließlich ist das hier Rondras Weblog — ich mach da besser mal den Wilson.
Die Zähnchen sind inzwischen alle durch, und sie sind messerscharf. Allerdings reicht die Kraft vom Kiefer nicht ganz aus, um richtig weh zu tun — noch nicht.
Natürlich fordert die ganze Neugierde und Aufregung auch ihren Tribut — forschen macht elendiglich müde:
Inzwischen kann man auch schon Vorhersagen anstellen, wie die Tiere später werden. Denn die Welpen sind keineswegs alle gleich. Die Züchterin sagt, Rondra sei ziemlich gewieft und trickst schon mal, um ans gewünschte Ziel zu gelangen. Nun könnte man sagen, auf uns kommt ein hinterhältiges Früchtchen zu — Man könnte aber auch sagen, wir bekommen einen besonders kreativen und einfallsreichen Hund…
Verfressen ist sie nach wie vor nicht: Die anderen Welpen reagieren viel stärker auf Futter und setzen sich beim Kampf am Fressnapf mehr ein.
Es bleibt also die Hoffnung, einen Labrador zu bekommen, der keine Nahrungsmittel-Vernichtungsmaschine ist.
Beim nächsten Bild könnte man schon mal die Prognose wagen, daß Rondra nach ihrer Mutter gerät. Die ist nämlich ein Nasenschwein und liebt Fährten- und Suchspiele über alles:
Keine vier Wochen mehr… nur noch 26 Tage.
Vorfreude galore!
Hach menno, wenn ich das so sehe *seufz* Ich hätte doch besser einen Privatzoo eröffnen sollen *lach*