Welpenkiste — 6. Woche
Der Welpenbesuch war schon am Freitag, und ich bin gnaaadenlos hinterher, ich weiß! Nun aber schnell ans Schreiben, bevor schon der nächste Besuch ansteht! Schließlich gibt es diesmal ganz wunderbare Photos!
Diesmal waren wir deutlich früher dran als sonst, um Rondra und ihre Geschwister etwas wacher als bei den letzten Besuchen zu erleben. Der Plan ging auf, und beim obligatorischen “Rondra-auf’m-Arm-Bild” war die Kleine sehr begierig, wieder nach unten zum Spielen zu gelangen:
Doch bevor sie zurück zu ihren Geschwistern kam, durfte Rondra noch eine Runde auf der Terrasse drehen:
Danach ging es wieder ab in die Welpenkiste (zum Glück endlich wieder draußen), wo es erst mal Futter gab:
Nun denkt man ja, nach dem Fressen würden die Hunde wieder mächtig müde — doch denkste! Es folgte das Spiel “Wir untersuchen mal, wer da sitzt”:
Ich saß eine ganze Weile, von zig Welpen umringt, und es kristallisierten sich zwei Typen von Welpen heraus: Die Schuh-Welpen und die Blusen-Welpen. Eine der Welpen hat schon ein paar Trainingseinheiten zum Thema “Beutetrieb wecken” hinter sich, und sie war kaum von meiner Bluse abzubringen. Erst nach einem Schnauzgriff (war mein erster und daher auch sehr zaghaft ausgeführt) und intensiven Ablenkungsmanövern mit einem Seil konnte ich die Kleine überzeugen, daß meine Bluse erstens keine adäquate Beute ist und zweitens auch nicht totgeschüttelt werden muß…
Rondra war während dieser Aktion zwischen meinen Beinen gelegen und ließ die Zähne an meiner Jeans entlangschrappen. Davon ließ sie sich auch nicht abbringen, als ein Geschwister neugierig sehen wollte, was da so interessant ist: Nein, sie hat ihn (oder sie, ich weiß es nicht mehr) sogar noch verbissen!
(Hinweis an den netten unehelichen Schwager ein Stockwerk höher: So böse guckt die sonst nie! Echt nicht!!!)
Man könnte jetzt sagen, sie hat mich als ihr Revier verteidigt.
Böse Zungen behaupten aber, es sei ganz normal, daß sich ein Hund seltsam verhält, wenn er für längere Zeit mit der Nase an meinem Schritt war… *schiefgugg*.
Von dieser seltsamen Leidenschaft abgesehen, läßt sich auch Rondra in die Kategorien “Blusen- oder Schuhhunde” einteilen — sie ist ganz die Dame und findet Gefallen an Schuhen:
Um mal ein Gefühl für Rondras Größe zu bekommen: Der Schuh ist Größe 39.
Am Schnürsenkel hat Rondra ganz vorsichtig herumgezupft und kaum gerissen, gezogen oder geschüttelt. Das soll aber nicht heißen, daß sie immer so sanft ist: Zwischenzeitlich war sie der Meinung, die Hütte im Freilauf für sich haben zu müssen. Ein Geschwister nach dem anderen hat sie knurrend und schnappend daraus vertrieben.
Doch so ganz allein mit dem Schafffell war sie auch nicht glücklich: Sie erjagte sich noch ein Knotenseil und zog sich damit in ihr neues Eigenheim zurück. Dort schüttelte sie es so heftig und geräuschvoll tot, daß man hätte glauben können, in der Hütte seien zwei Dutzend Welpen.
Nach dieser Aktion gab es nur noch eine Runde Pinkeln — und dann nichts wie ab aufs Ohr:
Ich weiß nicht, ob es daran lag, daß wir früher dran waren und Rondra noch wacher. Aber bei diesem Besuch hatte ich es ganz oft erlebt, von Rondra ganz bewußt und aufmerksam angeschaut zu werden. So nach dem Motto: “Menschen machen mit mir immer tolle Sachen — und was machst Du jetzt mit mir?”. Vorher erschien sie mir mehr an ihren Geschwistern orientiert, und es kam mir nicht so vor, als würde sie Menschen bewußt wahrnehmen.
Nach wie vor herrscht hier ein riesiges Maß an Vorfreude, und ich bin fleißig dabei, die Wohnung hundesicher zu machen. Wenn wir unseren wöchentlichen Welpenbesuchsturnus einhalten, dann haben wir nur noch EINEN Welpenbesuch vor uns — der nächste ist schon der Abholtermin!
Und damit auch ihr wißt, was ich mit diesem “bewußten, aufmerksamen Blick” meine, kommt hier noch mein Favoritenbild von diesem Besuch:
Nur noch 10 Tage!
Soooooooo süüüüüüüüüßß
Aber nicht nur süß: Die haben es auch faustdick hinter den Ohren!
Ich bin ganz hin- und hergerissen, ob ich die Züchterin beneiden oder bemitleiden soll. Schließlich hat sie sieben von den Nasen…
In jedem Fall bewundere ich ihre Nerven!