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Rondra

Ein Labradorblog

29. März 2007

Zicke mit Zerstörungspotential

Was Klein-Rondra als Welpe schon geliebt, aber relativ schnell wieder abgelegt hat, erfährt nun eine Renaissance: Sich herumliegende Papiertaschentücher schnappen und in Abwesenheit von Frauchen und Herrchen in zigtausend kleine Schnipsel zu zerfetzen. Geht übrigens auch mit leeren Papprollen. Oder mit dem Rucksack, der seit Jahren unbescholten und unbehelligt unter dem Bett liegt lag.

Ich könnte jetzt wilde Theorien aus der Verhaltenspsychologie spinnen, wie es zu einer Regression (Rückschritt in bereits überwundene Entwicklungsphase) kommen kann, gewürzt mit etwas Biochemie (Einfluß der Post-Läufigkeitshormone und erhöhtem Serotoninausstoß wegen Frühlingswetter).

Ich könnte auch über die mögliche Unterforderung meines Hundes spekulieren, über Verlassensängste oder über so vieles mehr.

Ich könnte es aber auch genauso gut lassen. Weil ich nämlich glaube, daß Madame gerade heftigst pubertiert. Dazu passen auch die ständigen Diskutierereien an der Leine (”Frauchen — Fuß? Das meinst du doch nicht wirklich… Ich hör dich gar nicht, ich schnuffel lieber hier rum…” *unschuldig pfeif*), gepaart mit dem neuerlichen Unwillen, auf bekanntem Gelände zu folgen: Um den Hund aus dem Garten ins Haus zu bekommen, braucht es inzwischen eklig stinkenden Trockenfisch.

Schluß, aus und vorbei mit dem durch Läufigkeit so führigen und aufmerksamen Hund!

Aber das stehen wir auch noch durch. Oder ich laß ihr vom Tierarzt den Hormonpegel hochjubeln, hehe…

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